Mein Statement des Tages

Carsten Kranz

Auf Grund zahlreicher Nachfragen hier einige meiner persönlichen Positionen zu aktuellen Themen in Hambühren:

Für mich ist es grundsätzlich wichtig bei allen Themen sachlich zu bleiben, realistische und vor allem beinflussbare sowie messbare Ziele zu verfolgen – für ein lebenswertes, fortschrittliches, barrierefreies und wirtschaftlich starkes Hambühren.

Teilweise zu vernehmende Dampfplauderei, sowie nicht realisierbare, weil durch unsere Gemeinde nicht wirklich beeinflussbare Luftschlösser wie Umgehungsstraßen und Gymnasien bringen uns nicht weiter. Ich werde damit keinen Wahlkampf betreiben, denn man soll nicht versprechen was man nicht halten oder beeinflussen kann. Es gibt allerdings viele Themen die realisierbar sind ohne die Verschuldung massiv nach oben zu treiben.

Thema Unterstützungsangebote:

Wir brauchen viel mehr Vernetzung der bereits vorhandenen Angebote für Jugendliche, Familien, Senioren und Singles, um ein starker Familienstandort zu bleiben. Die Neukonzeption der offenen Jugendarbeit muss so schnell wie möglich voran getrieben und das Familienbüro gestärkt werden. Ein Jugendbeirat sollte geschaffen werden, um das Demokratieverständnis der Jugend zu fördern und um deren Belange in den Gemeinderat einzubringen.

Thema digitale Infrastruktur/Gewerbegebiet:

Das Glasfasernetz muss durch die SVO möglichst flächendeckend in allen Hambührener Ortsteilen ausgebaut werden. Eine zweite Chance, durch einen anderen Anbieter für Glasfasertechnik werden wir für Oldau wahrscheinlich nicht bekommen, sollte die Vorvermarktung dort scheitern und nicht mindestens 40% aller Haushalte mitmachen. Eine großzügige Erweiterung des Gewerbegebietes „Kleine Häg“ nach Süden und Südosten mit kleinen und mittleren produzierenden und innovativen Betrieben würde den Wirtschaftsstandort Hambühren stärken.

Thema Kinderbetreuung:

Die verlässliche Betreuung unserer Kinder in Tagespflege, Krippe, KiTa und Grundschule muss auch zukünftig sichergestellt bleiben und mit Augenmaß ausgebaut werden. Diesen Standortfaktor müssen wir auch zukünftig mit viel Geld das leider nicht vorhanden ist subventionieren. Denn auch mit einer Erhöhung der Gebühren arbeiten wir dort nicht kostendeckend.

Thema Schulanlage Versonstraße:

Ein weiterführendes Schulangebot vor Ort wäre wünschenswert und würde durch Rat und Verwaltung mit Sicherheit voll unterstützt werden, sollte der Kreistag das für die Schulanlage Versonstraße beschließen. Winsen hat da allerdings die klar besseren Karten für eine IGS, ein Gymnasium oder eine bei Oberschulen zur Zeit noch nicht mögliche gymnasiale Oberstufe, weil in Winsen eine wesentlich bessere Infrastruktur wie neuer Busbahnhof, Schwimmbad, Sporthallen und bald ein neuer Sportpark mit Jugendzentrum vorhanden sind. Zudem hat Winsen sechs Kreistagsabgeordnete, die sich für den Ausbau ihres Schulstandortes stark machen werden. Das ist für mich absolut verständlich und deshalb muss Hambühren in Sachen Schule auf dem Teppich bleiben. Vergessen wir nicht, dass die Schulanlage in der Versonstraße einst eine dreizügige Hauptschule bis Klasse neun war, die dann zu einer Haupt- und Realschule erweitert wurde. Leider ist die OBS Winsen mittlerweile einfach viel zu groß und zu anonym geworden um für unsere Kinder ein optimales Lernumfeld zu bieten. Ich wünsche mir für Hambühren grundsätzlich eine überschaubare Oberschule bis Klasse 10, in der unsere Kinder fit gemacht werden für den Einstieg ins Berufsleben (in enger Kooperation mit unseren Betrieben) oder dafür im Anschluss auf eine gymnasiale Oberstufe zu wechseln bzw. eine sonstige weiterführende Schule besuchen zu können.

Aber: Zur Zeit nutzt der Landkreis Celle die Schulanlage für die Sprachheilschule, welche zuletzt in Klein Hehlen, in einem vom Landkreis Celle von der Stadt Celle angemieteten Gebäude untergebracht war und auf Grund eines Brandschadens nach Hambühren verlagert werden musste. Es ist zu erwarten, dass die Sprachheilschule nun dauerhaft in Hambühren bleibt, da dem Landkreis als Schulträger das Gebäude ja gehört und er so auf Dauer Kosten sparen kann.

Thema Straßenverkehr/ Straßenunterhalt:

Innerorts wird von vielen Bürgern viel mehr Verkehrsberuhigung durch Tempo 30- Zonen oder rechts vor links gewünscht. Besonders auf der Allensteiner Straße, der Ostlandstraße und am Wacholderweg könnte die Situation durch verkehrsberuhigende Maßnahmen deutlich verbessert werden. Auch eine Lärmreduzierung sollte durch innerörtliche Tempolimits möglich sein. Die Straßenausbaubeitragssatzung muss abgeschafft und der Unterhalt der Gemeindestraßen aus dem laufenden Steueraufkommen finanziert werden. Straßen sind Allgemeingut und werden von allen genutzt. Die rechtzeitige Sanierung von Gemeindestraßen muss durch das Straßenunterhaltungsmanagement gewährleistet werden.

Thema Wohnqualität:

Wir brauchen aber auch kleine „Leuchtturmprojekte“ zur Steigerung der Wohnqualität. Bereits im letzten Jahr habe ich vorgeschlagen den Spielplatz „Eichkamp“ zu einem Bürgerpark aufzuwerten, um einen zentrumsnahen und attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt in Hambühren 2 zu schaffen. Ein machbares und finanzierbares Projekt bei dem sich die Bevölkerung sehr gut mit einbringen kann. Wir brauchen in den Ortsteilen mehr Abfallbehälter und in der Bevölkerung mehr Sinn für Sauberkeit und Ordnung. Die Gemeinde Hambühren sollte in Kooperation mit dem Bauhof und den Vereinen regelmäßiger zu Umweltschutzaktionen wie „Hambühren räumt auf“ aufrufen.

Thema Haushaltskonsolidierung:

Wir müssen bei allem Wünschenswerten aber immer den Haushalt der Gemeinde im Blick behalten und mit vereinten Kräften versuchen die Ausgaben zu verringern, um Steuererhöhungen zukünftig vermeiden zu können. Der finanzielle Spielraum ist bei 90% Pflichtaufgaben im Haushalt und knapp 10 Mio Euro Schulden nicht sehr groß.

Thema Wirtschaftsförderung:

Besonders dankbar sollte man in diesen Tagen den ideenreichen einheimischen Geschäftsleuten sein, die unser altes Einkaufszentrum seit einigen Jahren wieder mit Leben erfüllen und beweisen, dass es Menschen mit guten Geschäftsideen in Hambühren gibt. Diese Bürger müssen durch die Gemeinde motiviert werden ihre Ideen auch zukünftig in die Tat umzusetzen. Hier ist Wirtschaftsförderung und die Unterstützung von Existenzgründern das Stichwort der Stunde!

Thema Feuerwehr:

Es ist bereits eine politisch beschlossene Sache, dass zuerst die Feuerwehr Oldau überplant und ab 2020/2021 modernisiert oder gar komplett neu gebaut werden wird. Vor 2025 wird die FTZ des Landkreises nicht frei und deshalb muss für die Ortsfeuerwehr Hambühren nach tragbaren Übergangslösungen gesucht werden um die Raumnot zu lindern. Es ist absehbar, dass innerhalb der nächsten Amtszeit des neu zu wählenden Bürgermeisters das Kapitel kommunale Pflichtaufgabe Feuerwehr nicht abgeschlossen werden kann! Jeder der anderes behauptet sieht den Realitäten nicht ins Auge und vergisst dabei, dass neben den Gebäuden auch Fahrzeuge und Ausrüstungen für rund 1 Mio Euro in den nächsten fünf Jahren neu- und ersatzbeschafft werden müssen. Die Umsetzung dieser Pflichtaufgabe wird ein finanzieller Kraftakt, der vernünftig gestaffelt und mit Augenmaß sowie fachlich kompetenter Begleitung umgesetzt werden muss.

Wenn Sie mich persönlich kennenlernen möchten oder Fragen zu den Themen haben die Hambühren bewegt, kontaktieren Sie mich bitte und lassen Sie uns darüber sprechen.

Herzliche Grüße,

Carsten Kranz

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