Neues von der „Zuhör-Tour“!

Die erste Etappe meiner „Zuhör-Tour“ ist erfolgt und nach einer etwas anstrengenden Feuerwehrwoche mit Großbrand und Jahreshauptversammlung erfolgt an dieser Stelle auch endlich eine ausführliche Berichterstattung über erste Ergebnisse. Es hat mir persönlich Spaß gemacht, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und direkt zu hören was in Zukunft angefasst werden muss.

Die Möglichkeiten des aktuell überarbeiteten Lärmaktionsplanes der Gemeinde Hambühren müssen in Zukunft besser ausgeschöpft werden. Die Belastung der Anwohner an den Hauptverkehrsstraßen durch Straßenlärm sollte reduziert werden. Allen Bürgern die mit mir gesprochen haben war aber klar, dass nach Fertigstellung der A 7- Baustelle eine Beruhigung der Verkehrssituation zu erwarten sei und Fahrverbote auf der B 214, welche man als Lebensader Hambührens bezeichnen kann, als utopisch anzusehen sind. Schalldichte Fenster, vom Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr zu 75% bezuschusst zu kommen, ist keine Utopie und über diesen Hinweis waren viele Bürger auch schon dankbar. Der Landkreis Celle und die Polizei Celle haben auf meine Anfragen hin erklärt, zukünftig wieder vermehrt Nachtmessungen im Gemeindegebiet durchführen zu wollen, um mehr belastbare Fakten zur nächtlichen Verkehrsbelastung zu erhalten.

Dass die L 298 auch zukünftig als Ausweichstrecke der A7 herhalten wird, ist ebenfalls allen klar gewesen, mit denen ich bisher über das Thema gesprochen habe. Leider hat die Landesregierung in ihrem Regierungsprogramm erklärt, dass ca. 110.000.000€ für den Erhalt des Systems der Landesstraßen und zum Erhalt der kommunalen Infrastruktur zur Verfügung stehen und nicht für den Neubau. Eine gemeinsame Umgehungsstraße mit Winsen (inklusive teurem Allerbrückenbau) ist meiner Meinung nach ein Luftschloss und in naher Zukunft nicht umsetzbar, weil die Kommunen ein solches Projekt nicht finanzieren können und ein Planfeststellungsverfahren viele Jahre dauern würde (siehe B3 Ostumgehung Celle). Aber vielleicht geht es ja mit der B 3-Baustelle bald weiter und vielleicht wird das dann zukünftig für Entlastung in Winsen und Hambühren sorgen. Wir sind landesweit nicht die einzige Gemeinde, die mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen fertig werden muss. Wenn Parteien in Hambühren und Winsen meinen, solche Ideen wie den utopischen Umgehungsstraßenneubau im Wahlkampf einsetzen zu müssen, um Lärmgeplagte Bürger auf Ihre Seite zu ziehen, ziehe ich es vor lieber realistisch zu bleiben. Man sollte nie versprechen was man nicht halten kann!

Neben dem nicht nur für das Hambührener Gewerbegebiet, sondern für die gesamte Gemeinde erforderlichem „schnellen Internet“ , wäre es auch mal schön, wenn das gesamte Ortsnetz eine einheitliche Vorwahl vorweisen würde und nicht halb Oldau immer noch die 05143 als Vorwahl hätte. Dieses Versprechen vor dem Zusammenschluss mit Hambühren von 1970 ist bis heute nicht umgesetzt worden. Da kann man nur hoffen, dass der Glasfaserausbau ernsthafter umgesetzt wird. Ich werde mich auf jeden Fall dafür einsetzen und habe mich selbst schon bei der SVO registrieren lassen: https://www.svo-net.de/produkte/kontaktformular.php

Besonders negativ auf die Dorfgemeinschaft wirkt sich die zunehmende Anonymität in der Gemeinde aus, besonders in Oldau, wo durch das Fehlen einer Gaststätte oder eines öffentlichen Treffpunktes für die Dorfbewohner nicht mehr viele Möglichkeiten zur Kontaktpflege existieren. Zum Glück gibt es zum Beispiel noch den TUS Oldau-O., den Heimatverein, die Mu-Kapelle, den Schützenverein und die Freiwillige Feuerwehr, die das dörfliche Leben hoch halten und für einige hauptsächlich dem Brauchtum gewidmete Veranstaltungen wie Maibaum, Schützenfest und das Oktoberfest sorgen. Für den Erhalt und die Unterstützung dieser Einrichtungen werde ich mich im Falle meiner Wahl auch in Zukunft vehement einsetzen.

Oldaus Herz schlägt, solange es diese Institutionen im Ort gibt. Die Lebensqualität in Oldau kann mit Unterstützung der engagierten Einwohner auch in Zukunft sicher noch gesteigert werden. Wer erinnert sich nicht gern an die legendären „Buschfeten“ oder das Schleusenfest, welches ein echter Besuchermagnet war und tausende Besucher anlockte. Es gibt viel zu tun, lassen Sie es uns gemeinsam anpacken!

Bis bald! Vielleicht trifft man sich auf meiner „Zuhör-Tour“?!

Ihr Carsten Kranz

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