Mein Rückblick auf 2020

Ein Jahr voller Herausforderungen – trotz Corona in vielen Bereichen ein Erfolg!

Der Umgang mit der Corona-Krise

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer schönen Einheitsgemeinde,

ein ungewöhnliches Jahr geht nun zu Ende. Es war für uns alle sicher ein besonderes Jahr, mit ganz neuen Herausforderungen. Im Mittelpunkt stand nicht nur für mich, sondern für die meisten von uns die persönliche Bewältigung der Corona-Krise. So galt es für mich zunächst alles dafür zu tun, um die Gemeindeverwaltung, die Feuerwehr, den Bauhof, die KiTas und die Schulen in Hambühren arbeitsfähig zu halten und organisatorisch und technisch weitestgehend resistent gegen die Krise zu machen. Dank einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten ist das auch sehr gut gelungen und die Gemeinde konnte ihren Aufgaben für die Bürger auch weiterhin nachkommen. Die Verwaltung musste dafür Flexibilität beweisen, neue Wege gehen und sich an mobiles Arbeiten oder Home-Office gewöhnen. Auch der Bürgerservice musste an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden, um Bürger und Mitarbeitende so gut wie möglich vor einer Infektion zu schützen. Neu ist für die Bürger seit März der Online- und Telefon-Terminvergabeservice, welcher zu einer spürbaren Verbesserung der Abläufe geführt hat, da Wartezeiten für die Bürger fast gänzlich entfallen und sich fast keine Arbeit mehr staut. Auch die digitale On-Leihe unserer Gemeindebücherei kam nun ein Jahr früher als geplant und auch zur rechten Zeit. Auch jetzt, im Lockdown, ist die Gemeindebücherei telefonisch und per E-Mail für die Bürger da. Was noch fehlt, ist ein Bürgerservice im Foyer, jedoch wird auch daran gearbeitet. Auch die Bürgersprechstunde fand nach einer kurzen Unterbrechung und Umstellung auf Corona-konforme Bedingungen bald wieder statt. Leider hat die Soziale Arbeit im Bereich Jugend und Senioren nicht so stattfinden können wie man es gewohnt war oder auch erwartet hatte. Auch die repräsentativen Termine entfielen fast völlig und das war aus meiner Sicht sehr schade, denn unter diesen Umständen ist es extrem schwierig die Komunikation mit den Menschen zufriedenstellend aufrecht zu erhalten.

Maskenpflicht und Händehygiene, sowie die vorherige Terminvereinbarung sind nun von den Bürgern beim Besuch des Rathauses zu beachten.
Einen Termin vereinbaren und die Einhaltung der AHA-Regeln zu beachten ist nun beim Besuch des Rathauses von den Bürgern zu beachten.

Die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen

Die Arbeit in den politischen Gremien musste bis Mitte April erst einmal weitestgehend ausgesetzt werden, bis sich die Lage etwas entspannt hatte. Als die Situation es zuließ, tagten der Gemeinderat, der Verwaltungsausschuss und die Fachausschüsse bis zur Sommerpause in der eigens dafür hergerichteten Turnhalle der Manfred Holz Grundschule.

Als sich die Infektionslage im Herbst wieder verschlechterte, musste auf Grund des fortdauernden Präsenzunterrichtes in den Schulen diesmal auf das Hotel zur Heideblüte als Tagungsort ausgewichen werden, denn nur dort konnten die erforderlichen Mindestabstände eingehalten werden. So wurde die letzte Ratssitzung des Jahres sogar erstmalig als „Hybrid-Sitzung“ durchgeführt, wobei über die Hälfte der Ratsmitglieder via Konferenzschaltung digital teil nahm. Mein ganz besonderer Dank gilt daher Roger Burkowski und Guido Schulze vom Hotel zur Heideblüte ohne deren toller räumlicher, organisatorischer und technischer Unterstützung die Ratsarbeit in diesem Jahr nicht so gut funktioniert hätte.

Es wurde im abgelaufenen Jahr im Rat und in den Ausschüssen wieder viel und heiß diskutiert. Laut Niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetz soll der Bürgermeister an Sitzungen teilnehmen, es ist aber vielerorts durchaus üblich, einen Vertreter aus der Verwaltung zu schicken. Mir war es wichtig, nicht nur den Überblick über alle Vorgänge zu behalten, sondern auch an den für die Entwicklung unserer Gemeinde wichtigen Diskussionen teilzuhaben. Deshalb habe ich persönlich an allen Sitzungen teilgenommen.

Größtes Thema war dieses Jahr sicherlich die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, welche im Juli noch mehrheitlich beschlossen werden konnte. Die Sanierung und der Unterhalt der Gemeindestraßen soll von jetzt an aus dem laufenden Steueraufkommen bestritten werden. In der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien hat der Rat auch beschlossen, sich mit drei Millionen Euro am Bau der neuen Sporthalle und den Außensportanlagen am Schulzentrum Versonstraße zu beteiligen. Dort stehen allen (Sport)Vereinen und der Gemeinde in Zukunft zwei Sporthallen mit insgesamt vier Feldern zur Verfügung, wobei die neue Halle dann auch als Mehrzweckhalle für (kulturelle) Veranstaltungen ausgestattet sein wird. Das wird zwar ein finanzieller Kraftakt, jedoch waren die vorhandenen Hallenkapazitäten in der Vergangenheit längst nicht mehr ausreichend und so konnte eine für die Gemeinde sehr wirtschaftliche Lösung für dieses Problem gefunden werden. Die erforderlichen Steuermittel werden in der Förderung von Sport und Kultur somit sehr gut angelegt sein und kommen zukünftig allen Bürgern zu Gute!

Wirtschaftsförderung-Verwaltung-Nachhaltigkeit

Wichtigstes Element der Wirtschaftsförderung ist und bleibt für mich das „Netzwerken“, um auf diesem Gebiet für unsere Gemeinde weiter voranzukommen. Neben meinem (Klein)Unternehmerstammtisch, welcher verordnungsbedingt erst einmal ruhen muss und mir persönlich sehr fehlt, habe ich neben zahlreichen Betriebsbesuchen auch zur Industrie- und Handelskammer Kontakt hergestellt und Gespräche geführt, um für Hambühren als Wirtschaftsstandort zu werben. Außerdem wurden die Voraussetzungen für die Erweiterung unsres Gewerbegebietes „Kleine Häg“ südlich des Fuhrberger Weges weiter forciert. Seit vier Wochen sind nun alle Gewerbegrundstücke in Hambühren vergriffen und es wird weiter entwickelt und gebaut, wie man an zahlreichen Rodungsarbeiten im Gewerbegebiet eindeutig erkennen kann. Wichtigste technische Vorraussetzung für eine auch zukünftig erfolgreiche Wirtschaftsförderung ist der nun beginnende Breitbandausbau. Im Januar 2021 erfolgt der erste Spatenstich! Eins ist für mich klar: Vom Büro-Sessel aus und nur mit bunten Bildern ist Wirtschaftsförderung nicht machbar!

Gesagt getan – Der flächendeckende Breitbandausbau wird auch in Hambühren und Ovelgönne endlich umgesetzt!

Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt war für mich und mein Team die weitere Digitalisierung der Verwaltung und die Verbesserung der Nachhaltigkeit. Die Voraussetzungen für die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes sind nun fast vollständig erfüllt worden, als Papier kommt (wenn überhaupt) seit Januar nur noch Recyclingpapier zum Einsatz und die Verwaltung stellt sich zur Zeit bereits auf das digitale Rechnungswesen (Anordnungsworkflow) um. Die Gemeinde Hambühren wird im Jahr 2021 unter anderem das Projekt „Nachhaltige Kommune in Niedersachsen“ angehen und gemeinsam mit der Umweltaktion Niedersachsen des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes ein Projekt dazu gemeinsam mit den Bürgen starten. Dieses Projekt und der mögliche Ablauf wurden bereits im September im öffentlichen Gemeindeentwicklungsausschuss vorgestellt.

Das Westkreisgymnasium kommt! In die Grundschulen wird weiter investiert.

Nach den Sommerferien ging dann auch der fünfte Jahrgang des Hölty-Gymnasiums mit 100 Schülerinnen und Schülern in der Außenstelle Versonstraße an den Start. Die Ansiedlung des Westkreisgymnasiums wird unserer Gemeinde einen enormen Schub und eine große überregionale Strahlkraft verleihen. Ich freue mich sehr, während meiner Amtszeit nun diese neue Schule gegenüber dem Rathaus aufwachsen zu sehen. Ein Neubau für über 30 Mio € aus dem Landkreisbudget wird in den nächsten fünf Jahren dort entstehen und den Ortskern nicht nur optisch beleben. Auch die umliegenden Geschäfte und Institutionen werden sicher von der Schulansiedlung profitieren. Auch in die Grundschulen wurde wieder kräftig investiert. Der Digitalpakt wird in den Grundschulen konsequent umgesetzt, indem unsere Schulen mit „IServ“ einen neuen Schulserver erhalten haben, die ersten Smartboards angeschafft wurden und nun auch der Breitbandanschluss kommt, um das alles vernünftig nutzen zu können.

Mein Fazit des Jahres

Am Ende dieses Jahres kann man trotz aller Widrigkeiten durch die Corona-Krise feststellen, dass es insgesamt kein schlechtes Jahr für unsere Gemeinde Hambühren war. Die Krise hat uns neue Wege für die Verwaltung aufgezeigt, das Hölty-Gymnasium ist da, der Breitbandausbau kommt und die Straßenausbaubeiträge sind Geschichte. Wir haben im vergangenen Jahr gemeinsam viel erreicht und beim Blick auf das kommende Jahr wächst bei mir die Zuversicht, dass wir auch in 2021 erfolgreich sein werden und uns und unsere tolle Gemeinde auch in der anhaltenden Krise positiv weiterentwickeln. Ganz besonders hoffe ich darauf, dass wieder mehr soziales Miteinander auf allen Ebenen möglich wird. Ich wünsche allen Menschen in Hambühren einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleiben wir gemeinsam stark, kreativ und zuversichtlich.

Ihr und Euer Bürgermeister

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